Baumpflege

Schneidearbeiten

Im Garten sind das ganze Jahr über Schnittarbeiten notwendig.

Allgemeines
Die Landesnaturschutzgesetze verbieten während der Vegetationszeit,
allgemeinen vom 1. März bis 30. September,
das Fällen oder vollständige Entfernen von Bäumen und Gebüschen,
auch von Sträuchern, Hecken und Röhrrichtbeständen.
Unter dieses zeitlich befristete Verbot
fällt auch das radikale Verjüngen von Hecken durch "Auf-den-Stock"-setzen.
Die Verbotszeiten können allerdings länderweise unterschiedlich geregelt sein.
Pflegemaßnahmen, wie das Schneiden von Formhecken,
das Entfernen einzelner Pflanzenteile usw.,
sind auch während der Vegetationszeit erlaubt.
Bei allen Schnittmaßnahmen im Sommer
muß aber immer auf Vogelnester und Nisthöhlen geachtet werden.


Bäume

Tragen ältere Bäume seit einiger Zeit nicht mehr,
sind sie sogar in großen Teilen trocken und abgestorben
oder nehmen sie anderen Bäumen Wasser und Licht, so ist es sinnvoll,
diese Stämme mit der (Ketten-)Säge zu fällen.
Um Insekten, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind,
Garten Überlebensmöglichkeiten zu geben,
sollte der Stamm bis auf Brusthöhe abgesägt werden.
Der stehende Stamm wird so nach und nach
ein geeigneter Lebensraum für diese Insekten.
Sonstiges Holz kann zersägt und als Brennholz gelagert werden.

Ungepflegte Bäume können mit einer Astsäge von zu vielen Ästen befreit werden.
Besonders im Innenbereich der Bäume muß viel entfernt werden,
damit genügend Licht eindringen kann.
Größere Äste sollten zunächst von unten angesägt
und dann von oben durchgesägt werden.
Ein Abreißen der Rinde wird dadurch verhindert.
Alle Schnittwunden, die größer als ein 2-Euro-Stück sind,
sollten mit einem Wundverschlußmittel bestrichen werden.
Vorher sollten mit einem Messer die ausgefransten Wundränder glattgeschnitten werden.
In den Wintermonaten (November-Februar)
kann es zu starken Temperaturunterschieden an Bäumen kommen (Tag-Nacht-Wechsel).
Ein Aufreißen der Stämme und Eindringen von Kranheitserregern ist möglich.
Um dies zu verhindern, werden die Bäume mit einem Kalkbrei,
der mit Tapetenkleister versetzt ist, bestrichen.
Die weiße Farbe vermeidet eine zu starke Erwärmung durch Sonneneinstrahlungen.





Hecken

Mit Ausnahme der Forsythie können Laubholzhecken zu jeder Jahreszeit
auf beliebige Höhe zurückgeschnitten oder verjüngt werden.
Forsythien werden kurz nach der Blüte nur einmal jährlich geschnitten.
Nadelholzhecken schneiden Sie nur einmalig
zwischen dem Triebabschluß im August und dem Einsetzen des ersten Frostes.
In Gegenden mit häufigem ergiebigem Schneefall
ist ein rundes oder dachförmig spitzes "Heckendach" zu empfehlen,
damit die Schneelast die Hecke nicht auseinander drückt oder Bruchschäden verursacht.
Nach dem Pflanzen müssen Hecken vor allem oben zurückgeschnitten werden,
kräftige Pflanzen auch an den Seiten,
wurzelnackte Pflanzen um zirka 1/2 bis zu 1/3 ihrer ursprünglichen Größe,
Pflanzen mit Erdballen etwas weniger.

Bitte sprechen Sie uns an,
wenn bei Ihnen einer der genannten Termine zur Pflege Ihres Garten ansteht.
Wir bieten Ihnen kompetente Hilfe an.